3. Akt: Sony und das Widerrufsrecht – Gegenwind aus Down Under

Akt 1Akt 2

Die Luft wird dünn für Sony (sowie Microsoft und Nintendo). Naja, vielleicht nicht dünn, aber es bahnt sich etwas an. Kurz nachdem Sony Anfang 2019 ankündigte, ein wenig an den Geschäftsbedingungen zu schrauben, um sich den gesetzlichen Vorgaben zu nähern, begann der CMA (Competition and Markets Authority) aus dem Vereinigten Königreich mit informellen Ermittlungen. Zusammengefasst geht es darum herauszufinden, ob die Unternehmen fair mit ihren Kunden umgehen. Dabei geht es zwar nicht nur um das Rückgaberecht, sondern generell um Verträge und Abo-Modelle.
So weit. So gut. Im Mai gesellte sich dann noch jemand vom anderen Ende des Planeten in den Reigen der Rügenden: Die Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) hat Sony Europe sogar mehr als gerügt. Die ACCC hat Sony Europe vor dem Federal Court angeklagt und führt unter anderem an, dass Konsumentenrechte nicht nach dem Download eines digitalen Produktes enden und stellt analog zu meiner Argumentation fest:

“Consumers who buy digital products online have exactly the same rights as they would at a physical store.”

Das sind nun also vier offizielle Stellen aus vier Ländern, die sich gegen Sony et al. stellen und das Problem mit dem Widerruf adressieren. Also wird die Luft vielleicht doch dünn für Sony.

Start the Discussion!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.